Veranstaltungsraum - Uniklinik Freiburg
GESTALTUNG DES SPEISESAALS - IM CASINO DER UNIKLINIK FREIBURG
Essen und Trinken sind lebenswichtige Grundbedürfnisse des Menschen. Um gut
zubereitete Speisen genießen zu können, bedarf es einer angenehmen Atmosphäre,
denn das Auge isst bekanntlich mit.
Um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Gefühle des Personals der Uniklinik zu
berücksichtigen, werden entsprechend der Harmonielehre von Yin und Yang zwei
verschieden farbig gestaltete Essenausgaben angeboten: Die eine in warmen
gelben, die andere in etwas kühleren grünen Farbtönen.
Diese Farben korrespondieren mit der Farbgebung des Speisesaals. Die seitlichen
Rahmen der Durchgänge und je 2 Mittelstützen sind in den entsprechenden
Farbtönen gehalten. Weiterführend setzt sich das Farbspiel in den Kunstobjekten,
Wandbild, Mobile und Vorhangmotiven fort.
Im Speisesaal wurde das Zentrum durch einen runden Holztresen mit Barhockern
betont. Alle Betondeckenteile in hellem Eierschalen-Weiß entsprechen den
Prinzipien der Harmonielehre, oben hell und offen (Himmel, Yang) und unten der
dunkle und standsichere Fußboden (Yin). Die neuen runden Tische und die
abgerundeten farbigen Akustikstellwände unterstützen die Harmonie und fördern
die Möglichkeit zu mehr Intimität. Durch die neuen weißen Akustikpaneele an der
Decke ist der Lärmpegel erheblich gesenkt worden, die Geräusche bleiben dort, wo
sie entstehen.
Kunstobjekte und Vorhänge:
Das Gesamtkonzept versteht sich als moderne Umsetzung von Harmonieprinzipien,
wie die musikalische Schwingungslehre sie seit alters her kennt. Hier nun ist
eine erstmalige Übertragung dieser akustisch-musikalischen Prinzipien ins
Visuelle unternommen worden.
Das Wandbild als Blickzentrum strahlt mit seinen 4 Grundformen, Oktave, Quinte,
Quart und Terz, auf 5 Ebenen Dynamik und zugleich Harmonie aus. Eine lebendige
Ruhe, die sich günstig auf die Mittagspause auswirkt. Das Mobile nimmt mit
seinen spiralförmig angeordneten 9 Doppelelementen spielerisch Bezug zum
Wandbild auf. Das Ganze wird durch die Farbmotive der transluzenten
Flächenvorhänge zu einem räumlichen Klangbild komplettiert. Die Farbgebung
orientiert sich an den Himmelsrichtungen und verändert sich nach Wetterlage und
Tageszeit. Die Vorhänge lassen sich wie geschichtet übereinander schieben, so
dass das Gesamtbild nach Bedarf verändert werden kann.
Die Kunstobjekte kommunizieren nicht nur unter einander, sondern nehmen auch
Kontakt zu allen Elementen im Raum auf, so dass Raumbereiche dabei regelrecht
aufgewertet werden, wie zum Beispiel die Emporen. Vor allem von der oberen
Empore kann man das Zusammenspiel der Kunstobjekte mit den räumlichen
Veränderungen von unterschiedlichen Blickrichtungen harmonisch auf sich wirken
lassen.
Der Speisesaal hat damit eine feierliche Grundstimmung erhalten, die über die
Mittagspause hinaus, die Attraktivität für festliche Veranstaltungen am Abend
und am Wochenende steigert.
Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel +49.761.502888 oder Mail
info@fengshui.de .
Zum Projekt siehe auch Artikel:
"Feng Shui zur besseren Nahrungsaufnahme" in der Ausgabe August 2008 der
MitarbeiterInnenzeitung "amPuls" des Universitätsklinikum Freiburg
Gestaltungskonzept: Atito Witt
Kunstobjekte: Martin Seliger und Jana Solovey
Fotos: Lisa Heimgartner